Schulfrei

Benin verordnet Schülern und Studenten eine Lernpause von zwei Wochen. Die unterichtsfreie Zeit geht vom 30. März bis zum 15. April. Soweit bekannt, gibt es für die schul-, vorlesungs- und seminarfreie Zeit keine Alternativprogramme, z. B. E-Learning. Es ist relativ wahrscheinlich, dass es nach zwei Wochen zu einer Verlängerung der Maßnahme kommt.

Auf der Straße statt in der Schule anstecken?

Bei den zum letzten März-Wochenende verbreiteten Zahlen von landesweit nur sechs Corona-Infizierten, ist es relativ unwahrscheinlich, dass alle Jugendlichen und Kinder Covid-19 ernst nehmen und zuhause bleiben. Es könnte sein, dass sich im Ergebnis noch mehr Personen als sonst auf der Straße, auf dem Sportplatz und sonstwo aufhalten werden, wo junge Menschen üblicherweise ihre Freizeit verbringen.

Bénins Bevölkerung nur 17 Jahre jung

Covid 19 ist für junge Menschen nachweislich weniger riskant als für ältere. Der Bevölkerungsanteil gegen die Corona Infektionsfolgen besser gewappneter, junger Menschen ist in Benin ungleich höher als in Deutschland:

Deutschland hat eine überwiegend ältere Gesellschaft mit hohem Seniorenanteil. Das Durchschnittsalter in Deutschland beträgt 46 Jahre, und mehr als jede vierte Person zählt zur Generation 60 plus.

Das Durchschnittsalter in Benin beträgt statt 46 nur siebzehn Jahre, und der Bevölkerungsanteil der unter Vierzehjährigen liegt bei fast 45 %. Was für ein Unterschied!

Covid-19 Szenarien

Wenn wir von einer linear zum Lebensalter ansteigenden Mortalitätsrate ausgehen, sind die Covid-19 Wahrscheinlichkeits-Szenarien bei einem Überschwappen der Pandemie auf die subsaharischen Weltregion mit diversen Unabwägbarkeiten behaftetet. Afrika lässt sich mit Europa, China oder USA nicht in Eins setzen. Für afrikanische Covid-19 Szenarien wird die Dreiecksbeziehung aus Demografie, immunologischer Robustheit der Bevölkerung und Qualität der medizinischen Versorgung eine besondere Rolle spielen.