Unterwegs

Unterwegs sein wird einsamer. Die Beninische Regierung begrenzt ab dem 30. März die im öffentlichen Personenverkehr zulässige Fahrgast-Höchstzahl. Betroffen sind Fern- und Minibusse sowie PKW- und Motorrad-Taxen.

Weniger Fahrgäste pro Transportmittel

Fernbusse dürfen dann maximal zehn und Minibusse bis zu drei Fahrgäste transportieren. PKW-Taxen ist die Mitnahme von ebenfalls bis zu drei Personen gestattet. Die zugelassene Mitnahme-Höchstzahl für Motorradtaxen beträgt eins. Obwohl es schon vor Covid-19 nicht erlaubt war, mehrere Personen auf einem Zweirad mitzunehmen, werden sich jetzt möglicherweise mehr Verkehrsteilnehmer als bisher an die geltenden Bestimmungen halten. Die Personenzahlbeschränkung soll helfen, die Menschen auf Abstand zu bringen und so Infektionen zu vermeiden.

Ob die Regierung die Beschränkungen zum 15. April lockert, wird von der Entwicklung der Covid-19 Fallzahlen abhängen.

Vom Flugfeld in die Quarantäne

Der Flugverkehr liegt ebenfalls weitestgehend lahm. Die Medien verbreiten die Information, dass aus dem Ausland anreisende Personen in einem Hotel zur Quarantäne untergebracht würden. Die meisten Fluglinien fliegen zur Zeit Benin nicht an.

Soziale Verwerfungen vermeiden

Die aktuellen Maßnahmen bemühen sich um einen ausgewogenen Kompromiss zwischen epidemiologischen, wirtschaftlichen und sozialen Argumenten. Angesichts der ökonomischen Situation wäre ein rigoroseres Vorgehen auch nur schwer durchsetzbar – viele Beniner verdienen selbst unter normalen Bedingungen kaum, was sie zum täglichen Überleben benötigen. Ein kompletter Verdienstausfall gerade für untere Einkommensschichten würde andere und gravierende Probleme bedeuten.